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Langfristig wieder in das Elternhaus ziehen? (Todesfall, Zukunft, Freiheit, Privatsphäre)

3. Januar um 22:58

Hallo zusammen,

ich (26 M) bin aktuell in einer etwas schwierigen Situation und würde gerne eure Meinung dazu einholen.
Ich wohne aktuell in einer sehr schönen 60qm Wohnung (Auf Miete) knapp 800m vom Elternhaus entfernt und fühle mich dort auch richtig wohl.
Leider ist vor 3 Monaten mein Vater gestorben, weswegen ich während der schwierigen Zeit seitdem erstmal ins Elternhaus zurückgezogen bin und die Wohnung solange ungenutzt dasteht.
Ich stelle mir nun leider die Frage, wie es zukünftig weiter gehen soll (Da ich weiterhin für eine ungenutzte Wohnung zahle, jedoch sich meine komplette Lebenssituation geänderet hat). Mit meiner Freundin werde ich voraussichtlich nächstes Jahr zusammenziehen, meine Mutter möchte jedoch, dass wir beide dann bei Ihr einziehen, da sie sonst ganz alleine im großen Haus wäre (7 Zimmer). Ich stehe jetzt nun in der Zwickmühle, wie ich denn hierbei weiter verfahren sollte. In meiner Umgebung (Münchner Umland / S-Bahn-Bereich) ist es leider für mich relativ unrealistisch ein Eigenheim für knapp 800.000 EUR in den nächsten 10 Jahren eigenständig zu erwerben, der Verkauf des Elternhauses oder der Auszug meiner Mutter aus dem Elternhaus ist ebenfalls ausgeschlossen. Das mein Bruder mit ihr zusammenzieht sehe ich leider aktuell auch nicht wirklich als Option.
Ich habe mit ihr ein sehr gutes Verhältnis, auch meine Freundin versteht sich mit ihr relativ gut.

Daher wäre nun meine Idee das Haus in ein Zweifamilienhaus umzuwandeln, ich hätte damit eine eigene 5 Zimmer Wohnung über 2 Stockwerke und sie hätte im Erdgeschoss weiterhin genug Platz und ihren Garten und müsste später im Alter nicht mehr die Treppen steigen.

Kann jedoch das Zusammenleben mit der Mutter auf Dauer gut gehen, vorallem später, wenn mal Kinder da wären (Stichwort Erziehung)?

Oder ratet ihr von Mehreren Generationen unter einem Dach gerade in meinem Alter ab? (Jedoch mit eigenen äußeren Hauseingängen, im Haus sind die Wohnungen jedoch nach wie vor durch eine Tür dann verbunden)

Als Vorteile sehe ich:
- dass ich zukünftigen Kindern eine schönes Umfeld bieten kann (Sehr schöne Wohngegend)
- das ich massiv Kosten sparen kann (Keine Mietkosten, nur Instandhaltung und einmalig den Umbau)
- das meine Mutter nicht alleine ist, vorallem dann später im Alter
- das ich langfristig einen Lebensstandard halten kann, der sonst so bei den Miet- und Grundstückspreisen nicht finanzierbar wäre
- Babysitter wäre immer im Haus

Als Nachteile sehe ich:
- die vielen negativen Berichten mit Einliegerwohnungen bei den Schwiegereltern - (Jedoch ist bei mir die Situation etwas anders, das leider mein Vater verstorben ist - Mit Vater und Mutter im Haus wäre es damals ein NoGo gewesen)
- Das sich meine Mutter ggf. später in viele Dinge einmischt (Menschen ändern sich leider im Alter)
- Das meine Mutter jederzeit vor der Tür stehen kann
- Das man wieder der "Sohn" wird - auch wenn man schon eigenständig lebt, bzw. die kompletten Haushaltskosten finanziert
- Das Image, dass ich wieder ins Elternhaus gezogen bin (Auch wenn ich jetzt daraus eine eigene Wohnung machen würde)
- Der bittere Beigeschmack bei Besuchern oder Partys....

Vielleicht war ja jemand von euch in einer ähnlichen Situation, oder kann anhand der Informationen einen unvoreingenommen Rat geben?

Vielen Dank!

4. Januar um 8:59

Ich finds schräg, dass du das erstmal in einem Forum besprechen willst als mit deiner Freundin. Irgendwie scheinst du sie da ziemlich außen vor zu lassen.

Meiner Meinung nach ist sie der Hauptentscheidungsträger in dieser Sache. Es kommt schlussendlich nur darauf an, ob sie sich das Zusammenleben mit deiner Mutter vorstellen kann. Da gibts auch kein Pro&Contra und nichts, das hängt nur davon ab, wie sehr sie deine Mutter mag und ob sie glaubt, dass sie mit ihr harmonieren könnte.

Mit der Mutter meines langjährigen Exfreundes hätte ich auf Tod und Verderben nicht zusammengewohnt, sie hat sich zu viel eingemischt und ich konnte gar nichts mit ihr anfangen. Mit meiner jetzigen Schwiegermutter würd ich sofort zusammenziehen, da wir uns gut verstehen und sie Grenzen respektiert.
Bei sowas ist einem doch Geld und wie schön das Haus ist komplett egal. Das größte Vermögen und das schönste Haus bringt rein gar nichts, wenn man sich zuhause nicht wohlfühlt, weil man nicht mit der Schwiegermutter kann.

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4. Januar um 9:45

Vielen herzlichen Dank erstmal für Deine Antwort. Natürlich habe ich das zuvor schon mit meiner Freundin besprochen und sie wäre mit der getrennten Lösung auch einverstanden.
Die letzten 3 Monate hatten soweit auch ganz gut im Zusammenleben geklappt. Ihre einzigsten bedenken wären nur später bei der Kindererziehung, wenn wir weiterhin einen gemeinsamen Eingang hätten und somit keine getrennten Bereiche. Bei zwei theoretisch getrennten Wohnungen sieht sie so kein Problem und findet es für später eigtl. auch sehr gut, da man sich um sie besser kümmern könnte.

Mir geht es bei der Frage eher um Langzeiterfahrungen bei so einer Konstellation. (Ändern sich wirklich die Menschen im Charakter mit dem Alter?)

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6. Januar um 14:13

hallo!
ich wohne seit 12 jahren bei meinen schwiegereltern im haus und wir haben 3 kinder.

deine voraussetzungen sind wunderbar. der ienzige punkt der wirklich dagegensprechen könnte, wäre die einstellugn deiner mutter.
und das hast du shcon gut aufgezählt. es klappt nur, wenn deine mutter dich als mann (und später vater deiner kinder) akzeptiert und ebenso die schwiegertochter in spe als hausherrin über ihren teil des hauses von vor allem mutter eurer kinder.
wenn aber beide parteien hand in hand arbeiten, kann es toll werden. natürlich wird es auch immer reibereien geben. das ist ganz normal. und es müssen sich alle am riemen reißen.
wenn deine mutter zb tatsächlich bestimmen und vorschriften machen will, dann wird es nicht gut gehen udn mit den jahren vermutlich zu bitterkeit führen.
meine schwiegis sind wirklich umgänglich, aber wir hatten auch schon phasen, in denen wir am liebsten die taschen gepackt hätten. also es muss wirklich von beiden seiten ein wollen sein.

meine schwiegis haben das haus damals gebaut mit dem ziel, ein teil ihrer kinder bei sich wohnen zu haben. sie sind also wirlich bemüht.
sie kommen eigentlich nie hoch, und mischen sich grundsätzlich nicht ein (aber da hat auch mein mann einen riegel vorgeschoben bezüglich unserer ehe, hat ganz klar gesagt dass er auszieht, wenn sie sich da einmischen). tatsächlich ist es aber so, wie du sagst: sie sind jetzt 67 und langsam werden sie schon ein wnieg wunderlich.

auch ist aus den nett gemeinten ratschlägen bezüglich kindererziehung, schon ein nachdrücklicheres fordern geworden, das ne zeitlang schon formen angenommen hat, dass ich bald konsequenzen gezogen hätte, wenn schwiegerma es nicht wieder gelassen hätte. meine große ist jetzt 7 und derzeit versucht sie meine tochter hinter meinem rücken in ihrem sinn zu beeinflussen, was mir auch grad sauer aufstößt. ich weiß, dass sie alles nur gut meint, aber es ist einfach nicht in ordnung das gegenteil von dem zu tun, was ich tu.

also da müsstest du jederzeit klar grenzen ziehen und ggf tatsächlich bereit sein, alles reingesteckte hinter dir zu lassen, wenn es doch ganz  schief geht.

aber überhaupt versuchen würde ich es nur, wenn du deine mutter so einschätzt, dass sie sich zurückhalten kann, und man mit ihr sprechen kann (und sie eben nicht immer die mein-haus-seid-dankbar-ich-entscheide!-karte ausspielen will. )
und deiner partnerin musst du auch ans herz legen, mit der besten motivation an die sachen ranzugehen. denn wenn man der schwiegermutter nicht die besten absichten unterstellt, dann wird es einen frauen-machtkampf geben. wenn eine der anderen mit negativer einstellung begegnet, dann wird die andere immer die böse sein, egal wie gut sie es gemeint hat.

denn die vorteile die du aufzählst, sind wirklich sehr große vorteile. und dafür nicht bis ans lebensende verschuldet zu sein und entlastung für die kinder zu haben, kann man auch ein paar menschliche reibereien aushalten.
(und zum thema lebensstandart: bei meinen schwiegis zu wohnen bedeuet für uns eben auch, dass wir uns mehr zeit für die kinder nehmen können, ich nicht arbeiten muss, sogar mein mann sich zeitnimmt (sprich: arbeitszeitreduzierung und elternzeiten) und du solltest nicht vergessen was es für ein druck ist, immer für einen kredit arbeiten zu müssen, immer finanizielle sorgen im nacken zu haben)

lg

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9. Januar um 14:10
In Antwort auf aconsy

Hallo zusammen,

ich (26 M) bin aktuell in einer etwas schwierigen Situation und würde gerne eure Meinung dazu einholen.
Ich wohne aktuell in einer sehr schönen 60qm Wohnung (Auf Miete) knapp 800m vom Elternhaus entfernt und fühle mich dort auch richtig wohl.
Leider ist vor 3 Monaten mein Vater gestorben, weswegen ich während der schwierigen Zeit seitdem erstmal ins Elternhaus zurückgezogen bin und die Wohnung solange ungenutzt dasteht.
Ich stelle mir nun leider die Frage, wie es zukünftig weiter gehen soll (Da ich weiterhin für eine ungenutzte Wohnung zahle, jedoch sich meine komplette Lebenssituation geänderet hat). Mit meiner Freundin werde ich voraussichtlich nächstes Jahr zusammenziehen, meine Mutter möchte jedoch, dass wir beide dann bei Ihr einziehen, da sie sonst ganz alleine im großen Haus wäre (7 Zimmer). Ich stehe jetzt nun in der Zwickmühle, wie ich denn hierbei weiter verfahren sollte. In meiner Umgebung (Münchner Umland / S-Bahn-Bereich) ist es leider für mich relativ unrealistisch ein Eigenheim für knapp 800.000 EUR in den nächsten 10 Jahren eigenständig zu erwerben, der Verkauf des Elternhauses oder der Auszug meiner Mutter aus dem Elternhaus ist ebenfalls ausgeschlossen. Das mein Bruder mit ihr zusammenzieht sehe ich leider aktuell auch nicht wirklich als Option.
Ich habe mit ihr ein sehr gutes Verhältnis, auch meine Freundin versteht sich mit ihr relativ gut.

Daher wäre nun meine Idee das Haus in ein Zweifamilienhaus umzuwandeln, ich hätte damit eine eigene 5 Zimmer Wohnung über 2 Stockwerke und sie hätte im Erdgeschoss weiterhin genug Platz und ihren Garten und müsste später im Alter nicht mehr die Treppen steigen.

Kann jedoch das Zusammenleben mit der Mutter auf Dauer gut gehen, vorallem später, wenn mal Kinder da wären (Stichwort Erziehung)?

Oder ratet ihr von Mehreren Generationen unter einem Dach gerade in meinem Alter ab? (Jedoch mit eigenen äußeren Hauseingängen, im Haus sind die Wohnungen jedoch nach wie vor durch eine Tür dann verbunden)

Als Vorteile sehe ich:
- dass ich zukünftigen Kindern eine schönes Umfeld bieten kann (Sehr schöne Wohngegend)
- das ich massiv Kosten sparen kann (Keine Mietkosten, nur Instandhaltung und einmalig den Umbau)
- das meine Mutter nicht alleine ist, vorallem dann später im Alter
- das ich langfristig einen Lebensstandard halten kann, der sonst so bei den Miet- und Grundstückspreisen nicht finanzierbar wäre
- Babysitter wäre immer im Haus

Als Nachteile sehe ich:
- die vielen negativen Berichten mit Einliegerwohnungen bei den Schwiegereltern - (Jedoch ist bei mir die Situation etwas anders, das leider mein Vater verstorben ist - Mit Vater und Mutter im Haus wäre es damals ein NoGo gewesen)
- Das sich meine Mutter ggf. später in viele Dinge einmischt (Menschen ändern sich leider im Alter)
- Das meine Mutter jederzeit vor der Tür stehen kann
- Das man wieder der "Sohn" wird - auch wenn man schon eigenständig lebt, bzw. die kompletten Haushaltskosten finanziert
- Das Image, dass ich wieder ins Elternhaus gezogen bin (Auch wenn ich jetzt daraus eine eigene Wohnung machen würde)
- Der bittere Beigeschmack bei Besuchern oder Partys....

Vielleicht war ja jemand von euch in einer ähnlichen Situation, oder kann anhand der Informationen einen unvoreingenommen Rat geben?

Vielen Dank!

Kleiner Einwand mal außerhalb der bisher thematisierten Dinge. Du schreibst etwas von deinem Bruder. Es existieren also noch Geschwister? Dann solltest Du Dir zumindest im Grundbuch ein gewisses Wohnrecht eintragen lassen. Auch wenn JETZT alles wohlwollend abgenickt wird - im Todesfall deiner Mutter gibt es mehrere Erben. Was die dann im Zweifelsfall mit dem Haus machen wollen, kannst Du nicht vorhersehen. 

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